Ökologische Innovationspolitik – Mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz durch nachhaltige stoffliche Nutzungen von Biomasse

Laufzeit: 07.2010 - 03.2013

Das Vorhaben hat das Ziel, Strategien und Instrumente im Bereich der stofflichen Biomassenutzung als Beitrag zu den Klima- und Ressourcenschutzzielen der Bundesregierung zu entwickeln. Insbesondere werden dabei Nachhaltigkeitsanforderungen und Ressourceneffizienz berücksichtigt, um zu gewährleisten, dass die stoffliche Nutzung von Biomasse eine positive Klimabilanz aufweist und nicht zu neuen Umweltbelastungen oder zur Verschärfung bestehender Umweltprobleme beiträgt („Richtungssicherheit“).

Besondere Berücksichtigung finden dabei wesentliche Umweltthemen und Themenkomplexe, die bereits in der aktuellen Diskussion zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse von Bedeutung sind, insbesondere Treibhausgas-Emissionen, der Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt, der Böden und der Wasserressourcen, die effiziente/hohe Produktion von Biomasse und deren Grenzen, Flächenkonkurrenz zu anderen Landnutzungen, direkte und indirekte Landnutzungsänderungen, „grünen“ Gentechnik, Ernährungssicherheit und weitere sozial Auswirkungen, energiepolitische Rahmenbedingungen und Aspekte des internationalen Handels.
Zum erreichen des übergeordneten Ziels sind verschiedene Arbeitspakete vorgesehen, die von den Partnern bearbeitet werden:

  • Aufbereitung und Aktualisierung von Daten zu Biomasseströmen in Deutschland und der EU
  • Identifizierung von besonders geeigneten Wertschöpfungsketten und Substitutionspotenziale abiotischer Rohstoffe.
  • Evaluierung der Effizienz stofflicher Nutzung nachwachsender Rohstoffe
  • Ökologische Bewertung stofflicher Nutzung – Lebenszyklusanalysen.
  • Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.
  • Ableitung eines Pakets zur Nachhaltigkeitsbewertung
  • Identifizierung bestehender Hemmnisse, Defizite und Spielräume im Bereich der Politik und des Rechtswesens.
  • Entwicklung von Instrumenten zur Förderung der stofflichen Nutzung von Biomasse.
  • Untersuchung möglicher Entwicklungspfade und Szenarien.

Zum Erreichen der Ziele baut das Vorhaben auf aktuellen Forschungsarbeiten und Prozessen zur stofflichen Nutzung von Biomasse und zu Nachhaltigkeitsstandards für Biomasse auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene auf.

Auftraggeber: Umwelbundesamt (UBA), (in Zusammenarbeit mit Öko-Institut, IFEU und dem Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln)

F+E Projekt aus dem Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Förderkennzeichen 3710 93 109.

Kontakt:

Achim Raschka
nova-Institut GmbH
Chemiepark Knapsack
Industriestraße
50354 Hürth
Deutschland

Tel. +49-(0)2233-48 14 51
Tel. +49-(0)2233-48 14 40 (Sekretariat)
Fax +49-(0)2233-48 14 50
E-Mail: achim.raschka@nova-institut.de